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Mabuhay Filipinas!

18.1.2014 Wir erwarten einen langen, anstrengenden Tag. Samstag, viel muss geschafft werden, denn morgen ist Ruhetag. Wir sitzen fuer ueber eine Stunde im Van, bis wir zum ersten Bezirk kommen. Unser Team hat die Aufgabe Daten aufzunehmen. Wie viele Familien wohnen in diesem Bezirk? Wie viele Mitglieder hat jede Familie? Wie stark sind deren Haeuser betroffen? Was wird am noetigsten gebraucht? Die Regestrierten erhalten Karten, fuer die sie dann spaeter Hilfsgueter, Essenspackete oder Geld erhalten. Es regnet. Unser Team hat heute sehr viele Freiwillige, man sagt uns wir wuerden nicht gebraucht. Wir sind die einzigen Weissen und sprechen weder die Sprache, geschweige denn den Dialekt der Einwohner. Wir fangen einen Spaziergang durchs Dorf an. Die Gegend ist furchtbar betroffen. Haeuser zerrissen, Baeume entwurzelt. Kinder kommen aus den Zeltartigen Unterstaenden, die sie noch immer ihr Zuhause nennen, gerannt. Viele tragen zerissene T-shirts, schutzlos vor dem Regen rennen sie Barfuss durch den Schlamm. Doch nichts kann ihre Aufregung bremsen. Bald sind wir umzingelt. Sie fluestern und kichern, folgen uns auf Schritt und tritt. “Wie heisst du?”, frage ich ein kleines Maedchen, das sofort rot anlaeuft. Ihre Freunde fangen an zu kreischen. Wir werden behandelt wie Popstars. “Nathalie, und du?”, sie schlaegt sich die Hand vor den Mund. Die Kinder gewoehnen sich nur langsam an uns. Einige Mutige stellen Fragen. Auch die Erwachsenen werden Neugierig. Wir fragen eine Frau ob wir irgendwo einen Kaffee kaufen koennen. Ohne zu zoegern laed sie uns in ihr Haus ein. Sie macht Kaffee und gibt uns Kekse. Eine kleine Dame mit zahnlosem Laecheln wird uns als ihre Mutter vorgestellt. Bald treffen wir auch ihre Schwester und einige Andere, die alle zusammen in diesem winzigen Haus wohnen. Die Kinderschar ist uns gefolgt. Sie stehen am Gartentor und starren uns an. Unsere neue Freundin uebersetzt fuer uns was die Kinder sagen. “Sie haben noch nie Menschen mit heller Haut gesehen. Und die blauen Augen...sie denken ihr seid unglaublich huebsch.” Wir lachen zusammen. Wir trinken Kaffee, knabbern Kekse und hoeren eine neue Geschichte ueber Yolanda. “Der Wind war so stark und niemand hat uns gewarnt. Das Dach von unserem Haus wurde abgerissen und wir waren so nass und so kalt. Die Kinder haben alle geweint aber ich habe nur zu ihnen gesagt: Es macht nichts, dass unser Haus kaputt ist, wir koennen ein neues bauen. Es macht nichts wenn unser Motorrad weg ist und alle unsere Sachen nass sind, wir koennen neue kaufen. Es ist nur wichtig, dass wir alle am Leben sind, denn das kann uns keiner wiedergeben.” Wenn wir uns verabschieden, nimmt sie kein Geld fuer den Kaffee an. Sie bedankt sich, dass wir hier waren und ihre Geschichte gehoert haben. Alle bedanken sich, umarmen uns und winken und hinterher. Bald wird jeder Haushalt im Dorf 5000 Peso von Roten Kreuz erhalten. Ein kleiner Teil der Chance auf ein neues Leben. Doch die Gastfreundlichkeit die wir hier erlebt haben ist unbezahlbar. Filipinas Mabuhay! (Ein langes Leben den Philippinen)
31.1.14 06:11
 


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